Sorgen und Mühe – 22.10.2019

Sorgen und Mühe – 22.10.2019

Der HErr sagte zu Martha:
Martha, Martha, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig.
Lukas 10, 41

Martha ist sauer. Da ist das ganze Haus voll kräftiger, hungriger Männer, und ihre Schwester Maria sitzt da herum und hilft beim Bedienen nicht mit. Alles muß sie alleine tun! Da hat man ja wohl Grund genug, sauer zu sein!
Doch Jesus sieht auf den Grund des Herzens, Er merkt: Martha hat ein Problem mit Arbeit, Sorgen, Mühen und dieser ganzen Mühle, die uns fertigmacht. Darum lädt Er sie ein, sich bei Ihm auszuruhen und Worte des Lebens zu hören, ja eigentlich das Leben selber zu trinken.
Maria hat es begriffen: Der himmlische Vater sorgt für uns. Wir dürfen mal Pause machen und zum Vater aufblicken und uns bedanken und neue Kraft bei Ihm tanken. Martha mußte alles selber machen, an alles denken, aufpassen, daß nichts schief geht …. echt Streß, und das von morgens bis abends. Ohne sie läuft es nicht.
Der feind verführt uns zu diesem Denken. Er meint: Du bist was wert, zeig mal, was du kannst! Und du kannst es noch besser, streng dich an! Beten kannst du später, jetzt muß du arbeiten!! Und paß auf, vielleicht passiert dieses oder jenes und zerstört alles. Paß auf! Streng dich an! Gönne dir keine Ruhe!! Beten kann man später mal …..
Ja, so lockt der feind uns in die Falle und zuerst gefällt es uns, wichtig zu sein. Doch wenn man einige Jahre in diesem irren Streß gelebt hat, dann bricht man zusammen (falls man es nicht schon etwas eher begriffen hat). Dann braucht man Schlaftabletten abends und Aufheiterungsmittel am Morgen, Kaffee und Alkohol sind auch noch da, der Psychologe wartet….. Vielleicht ein Nervenzusammenbruch und dann eine Kur? Und dort wartet der netteste Mensch auf dich und schon ist die Ehe kaputt ….. Und der teufel freut sich.
Komm zu Jesus, der du dich abplagst und schwere Lasten trägst. ER will Dich erquicken. ER nimmt dir deine Last und gibt dir Seine. Sein Joch ist sanft, denn Er ist demütig, sanft und freundlich.
Schmeiß das alte Sorgenjoch weg auf Jesus, denn Er will für Dich sorgen! Mache es jetzt fest: Alle meine Sorgen werde ich auf Ihn schmeißen, denn ER sorgt für mich! Und so soll es bleiben. Und wenn diese Sorgen sich wieder melden, dann werde ich sie wieder rausschmeißen …. Ich will nicht mehr, ich will auf Jesus vertrauen!!

Danke Jesus, Du bist sanft und freundlich. Du sorgst für mich. Nimm meine Unruhe, meine Sorgen, Befürchtungen und Ängste. Ich will mich bergen bei dir. Du bist gut zu mir!!

Nur im Namen Jesu – 21.10.2019

Nur im Namen Jesu – 21.10.2019

Denn jeder, der den Namen des HErrn anruft, wird gerettet werden.
Römer 10, 3

Manchmal haben wir Christen so unsere Zweifel, ob wir denn nun wirklich gerettet sind, unsere Sünde vergeben ist und wir einmal in den Himmel kommen. Manchmal haben wir das Gefühl, Gott hat uns verstoßen, wir sind es nicht wert, Er hat uns verlassen. Darum steht dieser Vers in der Bibel: Jeder, der Ihn anruft, wird gerettet.
Und, was tust du? Du rufst Ihn an, stimmt´s? Mit viel Zweifel, aber immerhin.
Weißt du, wenn Dich Gott verlassen hätte, würdest du Ihn nicht mehr anrufen. ER wäre dir vollkommen gleichgültig, du würdest dich nicht einmal mehr an Ihn erinnern. Dann wärst du verloren, aber nur dann. Denn noch ist der Heilige Geist in dir am Wirken und bewirkt dieses Fragen nach Gott. Nutze die Chance, die Er dir gibt!
Der feind ist der Verkläger der Brüder, so steht es in der Bibel, in der Offenbarung. Er verklagt dich, impft dir Hoffnungslosigkeit ein, macht dich fertig.
Darum steht einige Verse vorher im Römerbrief: Wenn du mit dem Herzen glaubst …. Ja, das ist die Lösung auch für dich: Mit dem Herzen, von ganzem Herzen sich an Ihn klammern, denn ER hat Vergebung verheißen und durch Ihn sind wir Gottes Kinder! Laß dir dieses Wissen nicht rauben, höre nicht auf die anderen Stimmen! Der Heilige Geist legt dir dieses Wissen, daß du Gottes Kind bist, ganz tief ins Herz. Es ist wie eine zarte Pflanze, die viel Pflege braucht. Kämpfe gegen die bösen Gedanken des Teufels und berufe dich auf die Bibel: So steht es geschrieben: ER hat meine Sünde vergeben, ich bin Gottes Kind.
Gott ist ein Wort, alle Völker haben einen Gott. Die einen diesen und die anderen jenen. Buddha, Krishna, Manitu, Wotan, Odin …… es gibt so viele Götter!
Damit es keine sprachliche Verwirrung gibt, hat unser Gott einen Namen: Jesus Christus. ER allein rettet, ER macht uns zu Kindern Gottes, Er schließt für uns den Himmel auf, Er ist die Vergebung unserer Schuld. Nur in Seinem heiligen Namen liegt die Rettung: Jesus Christus. Wer Ihn anruft, wird gerettet; wer an Ihn glaubt, ist gerettet. Vertraue Ihm!

Danke Jesus, Du bist meine Rettung! Wie sonst sollte ich vor dem allmächtigen Richter bestehen? Wie sollte ich die Angriffe des feindes bestehen? Wie sollte ich glauben, vertrauen und sicher sein, wenn Du nicht da wärst? HErr, ich glaube an Dich allein,  nur Du bist meine Rettung.

Viel Leid – 20.10.2019

Viel Leid – 20.10.2019

Der Gerechte muß viel leiden,
doch allem wird der HErr ihn entreißen.
Psalm 34, 20

Schreien die Gerechten, so hört sie der HErr;
ER entreißt sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der HErr den zerbrochenen Herzen,
ER hilft denen auf, die zerknirscht sind. (V.18f.)

Es hört sich wie ein Widerspruch an: Einerseits hört der HErr, tröstet und hilft, andererseits muß der Gerechte leiden …. Aber man kann es nur zusammen verstehen.
Gott will aus kleinen Kindern erwachsene, kräftige Männer und Frauen des Glaubens machen. ER mag es nicht, wenn wir Christen immer nur Milchbrei essen wollen. ER hat kräftigere Kost für uns!
Gott will standfeste Vertreter hier auf Erden, keine smarten Milchbubis oder verwöhnte Prinzessinnen.
ER hat eine Methode, uns stark zu machen: Training. So ist es doch auch im Sport: Die Anforderungen wachsen, wenn man besser wird. Und so ist es im Christenglaube: Je weiter ich komme, desto stärker wird die Versuchung, die Anforderung, die Aufgabe und Verantwortung.
Manchmal geht Gott dabei bis an unsere Grenzen; – nur um sie zu erweitern. Natürlich ist es gar nicht schön, mitten in einem solchen Kampf zu stehen. Aber hinterher ist es wunderbar, und wir freuen uns im HErrn! So baut sich der HErr Seine Armee auf.
Wenn wir gerade im Leid stehen, so ist ER uns besonders nahe. ER läßt Sein Auge nicht von uns, und hält uns ganz sanft fest in Seiner starken Hand. Wir merken das gar nicht, erst hinterher wird es uns bewußt. Aber wir können Ihm ständig unser Herz ausschütten und ER tröstet und gibt Hoffnung. Allerdings, wer zu beten aufhört, wenn er mit Jammern fertig ist, bekommt Gottes Teil am Gebet nicht mit: Trost, Hoffnung, Gemeinschaft. Wer seinen Blick im Gebet auf Jesus richten und Ihn ansehen, wer die Worte  glauben kann, die ER sagt, der wird getröstet, bekommt Mut und Hoffnung.
Gottes Verheißung gilt: ER wird uns allem entreißen, aus allem herausreißen, uns retten. Wir sind mit Ihm immer auf der Siegerseite!
Selbst wenn der Ausweg „nach oben“ geht, wie bei Stephanus, der gesteinigt wurde, so ist es dennoch Rettung. Denn Stephanus wurde mitten in der Situation „entrückt“, merkte seinen Körper nicht mehr, weil er den Himmel offen sah. So entging er seinen Peinigern; – Jesus trug ihn in den Himmel, und Sein Gesicht strahlte wie das eines Engels.

Danke, Jesus! Bislang hast Du mich überall herausgeholt und gerettet, denn Du bist ein starker HErr. Du wirst es auch weiterhin tun, sogar in der schwersten Stunde. Ich vertraue Dir.

Heimliche Sünde – 19.10.2019

Heimliche Sünde – 19.10.2019

Da sagte Natan zu David: Du selbst bist der Mann.
2. Samuel 12, 7

David hatte dem Urija die Frau weggenommen und ihn umbringen lassen. Ein Jahr lang genoß er seine neue Frau. Doch Gott mied ihn und David merkte es nicht einmal! Da kam der Prophet Natan zu ihm und erzählte ihm eine Geschichte: In einer Stadt lebte ein reicher Mann und ein armer Mann. Der Reiche hatte viele Schafe und Rinder, der Arme nur ein einziges Lämmlein, das er mit viel Geduld mühsam großzog. Als der Reiche Besuch bekam, tat es ihm leid um seine eigenen Schafe, und er nahm dem Armen das Lämmlein weg und bereitete es für den Besuch zu. Als David das hörte, geriet er in heftigen Zorn und rief: Der Mann, der das getan hat, verdient den Tod! – und Natan antwortete ihm: Du selbst bist der Mann. Du hattest alles, und wenn es nicht genug war, so gibt der HErr dir noch mehr. Aber warum hast du dem Urija die Frau weggenommen und ihn töten lassen?  Da erkannte David seine Sünde in vollem Licht, – die Sünde, die er ein Jahr lang verheimlicht und verharmlost hatte. Er war abgehärtet gegen die Sünde gewesen, doch Gott öffnete ihm nun schlagartig die Augen. Ja, sagte er zu Natan, ich habe gegen den HErrn gesündigt!
Ja, so kann es uns ergehen, blind gegen die eigene Sünde! Man redet sie klein, entschuldigt sie, rechtfertigt sich vor Gott ….. aber der Friede Gottes bleibt dem Herzen fern. Wie sehr können wir blind gegen uns selber sein! Merke, da, wo du dich ständig verteidigst und mit Gott diskutierst, da liegt die Fäulnis. – Wir sind nicht besser als David!
Gott hat David vergeben, weil er ernsthaft bekannte schuldig zu sein. ER wird auch uns vergeben. Aber David konnte nicht umkehren, er konnte das Geschehen nicht rückgängig machen. Schlimm! Und wir? Wenn wir umkehren können, dann sollten wir es sofort tun. Wie sollen wir sonst unserem HErrn wieder unter die Augen treten können? Wie sollen wir im Gericht bestehen?
ER liebt es, gnädig zu sein. ER wird uns helfen, den Schaden wiedergutzumachen oder aus der Sünde zu entfliehen.

Danke Jesus, Du vergibst mir meine heimliche Schuld und Du hilfst mir, ein reines Leben zu führen. Ja, ich will mit der Sünde brechen und Dich mit meinem Leben ehren!

Die Wahrheit – 18.10.2019

Die Wahrheit – 18.10.2019

Jesus sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Johannes 4, 6

Philippus sagt zu Jesus: HErr, zeig uns den Vater! – und Jesus erwidert: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
ER ist die Antwort auf die Frage nach Gott!!
ER ist die Wahrheit!
Wir sind im Westen sehr von der Naturwissenschaft geprägt, von dem logischen Denken, und das ist ja auch gut so. Aber die Folge ist, daß wir Gott auch so verstehen wollen; – und das geht nicht. ER ist ja keine feststehende Wahrheit in Form von Dogmen und Lehrsätzen, sondern eine lebendige Wahrheit in einer Person.
Ich hatte große Schwierigkeiten, das zu verstehen.
Ich hätte gern für alles klare Anweisungen, so und so ist es und fertig. Zum Beispiel beim Zehnten. Die Kirchen haben daraus eine sehr starke Lehre gemacht (vielleicht zum eigenen Nutzen?) Und Jesus sagt: Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. ER legt sich nicht fest, sondern möchte immer gefragt werden. Und dann wird im Gebet, also im Gespräch miteinander entschieden, wieviel in die Gemeinde gegeben wird und ob noch ein anderes Missionswerk etwas bekommt, oder ob vielleicht mal nichts gegeben wird, weil die Schulden drücken. Jesus ist flexibel, und unsere geliebten Dogmen nicht.
Die Wahrheit ist nicht heute so und morgen anders. Die Moral hat einen ständigen Wandel. Was heut modern ist und normal, das war vor 50 Jahren abartig und krankhaft; – und wer hat recht? Wie werden unsere Kinder über unsere Moral richten? Sie werden eine andere haben, weil die Mode weitergeht. (Moral hat nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern man will belegen, was einem gefällt).
Jesus lebt. Und ER hat für uns immer die richtige Antwort, weil ER in uns lebt. Darum wollen wir uns nicht so sehr festlegen und auch andere Sichtweisen stehenlassen. Wir wollen nicht wie im Mittelalter Streit und Blutvergießen um Meinungen. Wir wollen uns auch nicht anstecken lassen von dem Absolutismus der herrschenden Meinungen: Und willst du nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich dir den Schädel ein. – Ne, wir wollen im Gespräch mit Jesus bleiben und unsere Meinung ruhig und sachlich vertreten, und die andern sollen machen, was sie für richtig halten (sogar, wenn es uns geistlich weh tut). Wie gut, daß Jesus Leben ist!!!

Danke Jesus, Du bist die Befreiung von dem schweren, todbringenden Gesetz, das ich sowieso nie halten konnte. Du bist Leben und mit Dir lebe auch ich!

Barmherzigkeit – 17.10.2019

Barmherzigkeit – 17.10.2019

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Matthäus 5, 7

Barmherzig, das klingt für mich immer wie „warmherzig“. Ja, ein warmes Herz für die, die Hilfe brauchen und in Not sind. Es gibt viele, die solche Helfer gern ausnutzen, und manche lassen sich gern ausnutzen und machen sich durch Hilfsbereitschaft wichtig. Aber die göttliche Barmherzigkeit ist anders. Da haben Menschen gelernt, von sich selber wegzusehen. Sie wissen sich von Jesus getragen und versorgt, sie sind sicher und stehen fest. Und deshalb sind sie fähig, an andere zu denken und für sie zu sorgen.
Ich denke an den Mann, der den ausgeraubten und verletzten Mann fand, ihm die Wunden verband, auf seinen eigenen Esel setzte, zu einer Herberge brachte und sogar für die Pflege aufkam; – es war der barmherzige Samariter. Er hatte es nicht mehr nötig, nur an sich zu denken.
Ich denke an Mutter Theresa, die in Gott vollkommen geborgen und deshalb frei war, sich um die Sterbenden zu kümmern.
Unsichere Menschen können das nicht, sie würden seelisch kaputt gehen. Es braucht stabile Menschen für den Dienst der Barmherzigkeit. In Jesus werden wir stabil, unser Glaube trägt uns. Und Er versorgt uns mit dem, was wir verschenken sollen.
Ich denke an Bernardas, der vor einigen hundert Jahren in England die Waisenkinder nachts mit der Laterne in ihren Verstecken suchte und sie in seinem Haus aufnahm; – der Mann mit der Laterne.
Es gibt so viele Beispiele, wo sich gestandene Christen gegen die Not stellten und große Dinge erreichten.
Für sie gilt das, was Jesus in Matthäus 25 versprochen hat: Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir etwas zu essen gegeben. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. – Ob Jesus solche Taten vergessen könnte? Ob Er nicht persönlich diese Menschen segnen wird? Ja! – Er selber tritt für sie ein und sorgt persönlich für sie. Sie sind Gottes besondere Juwelen.

Danke Jesus, Du bist barmherzig zu mir, denn Du hast mich lieb. Du hast Erbarmen mit mir, – es ist Dir nicht egal, wie es mir geht. Danke, Du bist da und Dein Trost erfrischt mich, wenn ich in Not bin. Danke, Du hilfst mir mit Deiner starken, siegreichen Rechten!!

Wie Jesus – 16.10.2019

Wie Jesus – 16.10.2019

Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.
Philipper 2, 5

Wenn es also Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen, dann macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig, daß ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht. ER war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern Er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Ihn Gott über alle erhöht und Ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist unser Herr – zur Ehre Gottes, des Vaters.

So sollte es in unseren Gemeinden sein. Aber Stolz, Machtgier, Herrschsucht, Egoismus, Bitterkeit, Geldgier und Afterreden regieren zu oft. Wir wollen es anders! Wir wollen Gemeinde so, wie Jesus es uns zeigt!
Wir wollen unseren Egoismus in den Tod geben, unsere Rechthaberei, Kleinlichkeit, Streit über die Lehre und alles, was uns vom Bruder trennt. Wir wollen Jesus leben. Wir wollen leben, was Er im Herzen hat, für Ihn allein, nicht für uns selber. Ihm sei alle Ehre, nicht uns.
Da fängt das Sterben für uns an. Und wenn es genug Geschwister gibt, die das leben, dann fängt Gemeinde wirklich an. Echte Bruderliebe, Jesusliebe. Dann ist Er der HErr der Gemeinde.
Ach, wie bitter ist es, wie Christus durch unseren Egoismus lächerlich gemacht wird. Da ist viel Vergebung nötig.
Ich möchte für Christus leben. Auch wenn es schwierig ist. Auch wenn ich selber immer mal wieder rückfällig werde. Aber ich will mich beugen und Seinen Weg gehen. Wie schwer ist es für Ihn in unseren Gemeinden, sollte es für uns leichter sein?

Ach Jesus, ich liebe Dich! Darum will ich mich selber vergessen und für Dich leben. Du bist mein Ziel, mein Weg, meine Wahrheit und mein Leben. Hilf mir zu leben, wie Du gelebt hast. Ich brauche Deinen Heiligen Geist!

Ein alter Topf – 15.10.2019

Ein alter Topf – 15.10.2019

Man zündet nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf einen Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
Matthäus 5, 15

Als ich neulich hinten im Garten war, habe ich meinen alten Topf wiedergefunden. Er war total verdreckt, Matsch und Erde klebten an ihm und er hatte etliche Beulen und sogar Löcher. Als ich den Deckel abnahm, staunte ich: In dem Topf war ein kleines Licht. Es brannte nur noch schwach und zitterte im Wind. Doch ich gab frisches Öl und Windschutz, und dann brannte die kleine Lampe wieder fröhlich. Nun drehte ich den Topf um und stellte die Lampe darauf. So ein kleines Licht in der Dunkelheit ist herrlich!
So ähnlich sind manche Christen, so wie der Topf. Ach, was bin ich kläglich, unwürdig, sündig und dreckig! Und die Leute denken wirklich: So etwas schreckliches! Und die wollen Christen sein …..
Was sollen denn die Leute sehen? Den Topf oder die Lampe? An wen sollen sie sich freuen, am Licht oder an einem feinen, edlen Topf? Wenn du willst, daß die Leute dich sehen, dann mach dich schön! Wenn aber das Leben dir schon übel mitgespielt hat, dann hat der Topf Beulen, Risse und Löcher, dann ist es nur gut, wenn die Leute auf das Licht sehen und nicht auf den Topf.
Den Schmutz kann Jesus abwaschen. Aber die Beulen und Löcher bleiben; – das ist gegen unseren Stolz. Und ER kann das Licht wieder zum Brennen bringen, das Licht der Hoffnung und des Lebens wieder anzünden und dann auf den alten Topf stellen. Dann hat unser Leben wieder einen Sinn und wir brauchen uns nicht ständig verstecken und herumjammern. Es ist doch schön, wenn man auch im Alter, bei Krankheit und Schwäche immer noch auf den HErrn hinweisen kann, auf den, der Hoffnung, Leben, Trost und Stärkung bringt, auf den, der Sünde, Gebundenheit und Tod besiegt hat, auf den, der aus allem etwas ganz neues, geniales machen kann. ER ist es wert!!!

Danke Jesus, du machst aus mir, so einem alten Topf, noch etwas Brauchbares. Nun kann ich leuchten für Dich, und die Leute sehen Dich (und nicht meine Beulen und Risse). Danke, Du bist bei mir und zündest das Licht des Lebens wieder neu an.

Ein Freudenfest – 14.10.2019

Ein Freudenfest – 14.10.2019

Dann sollst du fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HErr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat: du, die Leviten und die Fremden in deiner Mitte.
5. Mose, Deuteronomium 26, 11

Die Israelis wußten, warum sie zu essen hatten, warum sie in Freiheit leben konnten und warum sie für Gott etwas Besonderes waren: ER selber hat sie als Volk geschaffen, ER hat über sie gewacht, ER hat sie aus dem Sklavenhaus Ägypten geholt, durch die Wüste geführt und ins Land, wo Milch und Honig fließt, gebracht. ER, ihr starker Gott, hat sie mit hoch erhobenem Arm beschützt, dem Land geboten, fruchtbar zu sein, Regen zur rechten Zeit geschickt und sie in allem gesegnet, was sie brauchten. Und nun kommen sie zusammen und feiern das Erntefest. Sie feiern es alle zusammen, auch die Fremden in ihrer Mitte, also die Ausländer. Sie werden mit hineingenommen in dieses Freudenfest und dieses Freudenfest sprengt alle Grenzen.
Wir wollen nicht über Ausländerpolitik reden, sondern von unserem Umgang mit Menschen aus dem Ausland. Auch sie sind Menschen, die Gott geschaffen hat. Sie sind in unsere Mitte, und wir wollen unsere Freude mit ihnen teilen. Klar, wir haben Bedenken, wenn etwas fremd ist. Aber wir haben unseren Gott, der uns hilft, über Mauern und Gräben zu springen.
Das Erntefest soll uns erinnern, daß wir alles von Gott haben: Fruchtbarkeit und Arbeit, Brot, Milch und Wein. Autos, Flugzeuge und sehr viel Luxus, den andere Menschen nicht haben. Gute Straßen, Eisenbahn, Telefon, Computer …. Wie gut es uns geht!!! Obwohl unser Volk nicht immer Gottes Weg gegangen ist, sich sogar an dem israelischen Volk vergangen hat, hat Gott es dennoch reich gesegnet; – wie viele Jahre war schon kein Krieg mehr!!
Was wäre, wenn Gott Seine starke Hand zurückzieht? Wetterkatastrophen. Streit. Krieg. Hunger. Chaos. Angst. Bürgerkrieg. Sünde ohne Ende. Lüge, Betrug, Diebstahl, sexuelle Perversionen und Gebundenheiten, Süchte. Die Jugend geht kaputt, hat keinen Halt mehr. Es wäre furchtbar, wenn Gott nichts mehr zu sagen hätte. Beten wir weiter für unser Land!! Und seien wir dankbar für die gute Zeit, die wir haben, für diesen unverdienten Segen.

Danke Jesus, Du bist der Herrscher des Alls. Danke für den Frieden, die Freude, die Versorgung mit allem Nötigen! HErr, wir wollen die Fremden als Deine Schöpfung annehmen und uns mit ihnen zusammen freuen! Du bist gut zu uns!!!

Wiedergutmachung – 13.10.2019

Wiedergutmachung – 13.10.2019

HErr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden.
Lukas 19, 8f.

Hier ist von Zachäus die Rede, der als Zöllner viele Leute betrogen hat und so reich geworden war. Zöllner waren damals Ganoven und Handlanger der Besatzungsmacht Rom. Sie arbeiteten hauptsächlich in die eigene Tasche.
Zachäus wollte Jesus sehen, und weil er so klein war und die Leute ihn nicht durchließen, kletterte er auf einen Baum. Doch Jesus suchte ihn dort und wollte bei ihm zu Gast sein. (Jesus ist der Freund der Sünder und Zöllner). Zachäus sah in Jesu Augen die Liebe und Vergebung Gottes und den Ruf, nach Hause zu kommen, in die Arme des himmlischen Vaters. Er war so glücklich, daß er Gott gefunden hatte, daß er alles wiedergutmachen wollte, was er angerichtet hatte.
Schuld muß immer bereinigt werden. Unsere Schuld hat Jesus am Kreuz getragen, die Schuld von unserm Nächsten müssen wir vergeben, die Schuldzuweisungen unsererseits an Gott müssen durch die Wahrheit zunichte gemacht werden, die Eigenbeschuldigungen und Selbstverfluchungen wegen Schuld und Versagen müssen der Wahrheit der Liebe weichen. In der Bibel ist es eine feststehende Sache, daß wir für unsere Schuld an anderen Menschen um Vergebung bitten müssen und sie, soweit es irgendwie geht, wiedergut machen werden muß. Sonst haben wir ein Problem mit dem ewigen Richter, der uns unsere Schuld vergeben soll.
Wir werden die himmlische Freude und Seinen Frieden nicht in unserm Herzen spüren, solange wir uns weigern, unsere Schuld zu bezahlen. Und wenn es tausend gute Gründe dafür gibt; – Gott hört überhaupt nicht zu. ER erinnert uns solange an unsere Schuld, wie wir Ihn hören können. ER möchte uns nicht vor anderen Menschen demütigen, sondern unseren dummen Stolz besiegen. Wir werden erst frei sein, wenn wir den Schaden, den wir angerichtet haben, wiedergutgemacht haben. Dann wird im Himmel und in unserm Herzen ein Fest gefeiert!!

Danke Jesus, daß Du mir meine Schuld vergeben und einen hohen Preis dafür gezahlt hast. Ich will den Schaden, den ich angerichtet habe, wiedergutmachen. Du willst mein Leben in Ordnung haben, denn es gehört Dir. Danke, Du hilfst mir dabei.

Vgl. Matthäus 6, 23 – 26